2024

Die wechselvolle Geschichte von Arthur Schnitzlers Nachlass und Jella Lepmans Rolle im Fälschungskrimi von Cambridge

Vortrag von Dr. Kristina Fink und Dr. Olivia Varwig in München (Internationale Jugendbibliothek)

München, Schloss Blutenburg, 04. September 2024

Im Rahmen der Jubiläumstagung "Jella Lepman: Neue Perspektiven auf ihr Leben und Wirken" beleuchten Kristina Fink und Olivia Varwig die Arbeit Jella Lepmans als zeitweilige Sekretärin Olga Schnitzlers in Cambridge 1938/39.

Weitere Informationen: Lepman-Jubiläumstagung

 


Onlinegang der digitalen Edition von Professor Bernhardi

17. Januar 2024

Am 17.1.2024 ist die historisch-kritische Edition des erstmals 1912 im S. Fischer Verlag publizierten und am 28.11.1912 im Kleinen Theater, Berlin (unter der Regie von Victor Barnowsky) uraufgeführten Schauspiels Professor Bernhardi online gegangen. Mit dieser in Wiener Ärztekreisen spielenden Komödie verursachte Schnitzler einen einzigartigen politischen Skandal. Aufführungen in Österreich wurden bis zum Zerfall der Donaumonarchie verboten, so dass die Wiener Erstaufführung erst am 21.12.1918 im Deutschen Theater (unter der Regie von Alfred Bernau) stattfand.

Die Rekonstruktion und Dokumentation der bis 1900 zurückreichenden Entstehungsgeschichte von Professor Bernhardi erweist sich als besonders anspruchsvoll, weil das Stück aus demselben Stoffkomplex hervorgeht wie Der einsame Weg (1904). Das Nachlassmaterial zu den frühesten Entstehungsphasen wird zugänglich in Gestalt der von Konstanze Fliedl et al. herausgegebenen Edition von Der einsame Weg, die 2024 im Rahmen der Reihe Arthur Schnitzler, Werke in historisch-kritischen Ausgaben (Berlin, New York/Boston, 2011 ff.) erscheint. Die jetzt in einer Beta-Version vorgelegte digitale Ausgabe bietet neben einem zitierfähigen Lesetext und einer Überblicksdarstellung der vollständigen Entstehungsgeschichte von Professor Bernhardi die historisch-kritische Erstedition des überlieferten, aus Notizen, Skizzen, Werkniederschriften und Druckfahnen bestehenden Nachlassmaterials vom Zeitpunkt der Stoffverzweigung im Frühjahr 1903 an (einschließlich erläuternder Beitexte zu Textgenese, und Entstehungs- und Überlieferungsgeschichte aller edierten Dokumente). Zu gegebener Zeit folgen weitere Webmodule.

 


2023

NS-Verfolgung und Fälschungskrimi. Die wechselvolle Geschichte des Dichternachlasses von Arthur Schnitzler im 20. Jahrhundert

Vortrag von Dr. Olivia Varwig in Oldenburg (Goethe-Gesellschaft)

Oldenburg, 08. November 2023

Wir schreiben das Jahr 1938. Nach dem sogenannten „Anschluss Österreichs“ rettet ein englischer Austauschstudent den Werknachlass des 1931 verstorbenen (jüdischen) Autors Arthur Schnitzler aus dessen Wiener Haus vor der Vernichtung durch die Nazis und bringt ihn an die Cambridge University Library in Sicherheit, wo er größtenteils bis heute liegt. Dort sitzt die (geschiedene) Witwe Schnitzlers und beginnt, einige der Typoskripte (teils mit handschriftlichen Ergänzungen) zu fälschen, die Originale heimlich zu entwenden und in die USA zu Schnitzlers Sohn zu bringen. Von dort aus kommen sie später ins Deutsche Literaturarchiv in Marbach am Neckar.

Warum tat sie das? Wie kam es dazu? Im Rahmen der seit 2012 veranstalteten Digitalen historisch-kritischen Edition der Werke von Arthur Schnitzler wurde begonnen, die wechselvolle Geschichte dieses dichterischen Nachlasses zu rekonstruieren und die einzelnen Fälschungen anhand von aufwändigen Analysen zu identifizieren. Die Geschichte dieses Nachlasses erzählt beispielhaft vom Schicksal einer intellektuellen Familie in den unruhigen Zeiten des 20 Jahrhunderts.

Weitere Informationen: https://oldenburg.goethe-gesellschaft.de/veranstaltungen

 


Workshop: Transkribieren mit der Software Transcribo

Trier, 20. Oktober 2023

Workshop in Zusammenarbeit mit dem Projektteam von Arthur Schnitzler digital: Dr. Olivia Varwig präsentiert praxisnah das Transkriptionswerkzeug Transcribo.

Mit dem vom Trier Center for Digital Humanities entwickelten Werkzeug Transcribo können Sie produktiv und zeitsparend Texte transkribieren und dabei so intuitiv vorgehen, wie Sie es von der manuellen Transkription her gewöhnt sind. Dieses Werkzeug bietet Ihnen alle für die differenzierte Texterfassung notwendigen Feinheiten und unterstützt Sie zugleich leistungsstark und doch leicht verständlich bei Ihrer Arbeit.

Dr. Olivia Varwig ist wissenschaftliche Mitarbeiterin im Projekt Arthur Schnitzler digital. Digitale historisch-kritische Edition (Werke 1905 bis 1931).

 

Termindetails: https://tcdh.uni-trier.de/de/event/workshop-transkribieren-mit-der-software-transcribo-0

 


Kooperation mit dem Projekt ‚Arthur Schnitzler – Chronik‘

Kooperation mit dem Projekt ‚Arthur Schnitzler – Chronik‘ unter der Leitung von Martin Anton Müller (ACDH-CH OEAW: Austrian Centre for Digital Humanities and Cultural Heritage, Österreichische Akademie der Wissenschaften)

Bereitstellung von entstehungsgeschichtlichen Daten der Werke unserer Edition zwecks taggenauer Sammlung aller Schnitzler-relevanten Informationen und Zeugnisse: https://schnitzler-chronik.acdh.oeaw.ac.at/.

 


‚Wie Schriften digital zugänglich werden.‘ Geisteswissenschaftler digitalisieren die Werke des Autors Arthur Schnitzler – das Projekt erlaubt Einblicke ins Kulturerbe

Interview und Artikel in der Westdeutschen Zeitung

28. März 2023

Erschienen im Rahmen der Serie ‚Wuppertal will’s wissen – Vorstellung Wuppertaler Forschungsprojekte‘ (28.03.2023), S. 17. (Auch online unter: https://www.wz.de/nrw/wuppertal/geisteswissenschaftler-digitalisieren-in-wuppertal-die-werke-des-autors-arthur-schnitzler_aid-87482137).

 


2022

Warum und wie Typoskripte analysieren? Überlegungen zu einer Systematik der Rekonstruktion von Textgenese bei Typoskripten mit ausgewählten Beispielen aus der Nachlass-Edition Arthur Schnitzlers

Aufsatz von Dr. Kristina Fink

Erschienen in: editio 36 (2022). S. 33–71 (auch online: https://doi.org/10.1515/editio-2022-0002).

 


Von der Notiz zur Erzählung. Werke Schnitzlers und das Modell einer genetischen Narratologie

Vortrag von Prof. Dr. Michael Scheffel

Wuppertal, 17.–19. November 2022

Internationale Tagung Produktion des Erzählens, Varianten des Erzählten. Narratologische, editionswissenschaftliche und literarhistorische Perspektiven auf die Genese von Erzähltexten

 


Schnitzler-Handbuch in der 2., aktualisierten und erweiterten Auflage erschienen

17. November 2022

In dem erstmals 2014 erschienenen Schnitzler-Handbuch resümieren rund 60 Autor*innen aus dem In- und Ausland in rund 120 Artikeln die vorliegenden wissenschaftlichen Erkenntnisse und bieten neue Einsichten in viel interpretierte, aber auch in kaum beachtete Texte sowie in die bedeutendsten der aus dem Nachlass publizierten Werke. Darüber hinaus geben sie Anregungen zur weiteren – literaturwissenschaftlichen wie auch kultur- und medienwissenschaftlichen – Beschäftigung mit Leben und Werk Schnitzlers.

Der Erfolg der ersten Ausgabe führte nun zu einer aktualisierten und um einige grundlegende neue Beiträge erweiterten Neuauflage. Herausgeber sind die Wuppertaler Literaturwissenschaftler Prof. Dr. Michael Scheffel und Prof. Dr. Wolfgang Lukas gemeinsam mit ihrem Kollegen Christoph Jürgensen, heute Professor an der Uni Bamberg. Weitere Informationen hier.

Jürgensen, Christoph / Lukas, Wolfgang / Scheffel, Michael (Hg.): Schnitzler-Handbuch. Leben – Werk – Wirkung. J.B. Metzler, 2. aktual. u. erw. Aufl. 2022.

ISBN Hardcover: 978-3-476-05918-5

ISBN eBook: 978-3-476-05919-2

SpringerLink inkl. Inhaltsverzeichnis

 


Onlinegang der digitalen Edition in der Version Beta 3.0

3. November 2022

Das binationale Forschungsprojekt Arthur Schnitzler digital. Digitale historisch-kritische Edition (Werke 1905 bis 1931) ist jetzt in einer neuen Version Beta 3.0 online. In ihrem Rahmen wird erstmals ein Werk auch in der Rubrik Mikrogenese zugänglich. Das im Rahmen der Edition entwickelte innovative digitale Werkzeug zum modularen Textvergleich Comparo ermöglicht nunmehr einen gänzlich neuen Blick auf Schnitzlers berühmte Monolognovelle Fräulein Else (1924). Die Mikrogenese-Darstellung präsentiert zu einem Werk gehörende Dokumente (z. B. Notizen, Skizzen, Werkniederschriften und Drucke) nebeneinander in der Chronologie ihres Entstehens. Die einzelnen Sätze dieser Dokumente werden von Comparo automatisch miteinander verglichen (kollationiert) und einander zugeordnet. Die Genese eines Textes, Kontinuität und Wandel, lassen sich auf diese Weise im Detail verfolgen. Die entsprechende Ansicht können Nutzer*innen je nach individueller Forschungsfrage optimieren. Eine ausführliche Dokumentation informiert alle technologisch Interessierten zudem umfassend über die zugrundeliegenden Algorithmen.

Die neue Version Beta 3.0 von Arthur Schnitzler digital hält darüber hinaus weitere Verbesserungen bereit. Hierzu gehören neben der allgemeinen Fehlerbehebung vor allem eine Neustrukturierung der Werkauswahl sowie die Möglichkeit zum Open-Access-Download konstituierter Lesetexte im XML-TEI-Format.

 


Workshop: Transkribieren mit der Software Transcribo

Trier, 12. Oktober 2022

Workshop in Zusammenarbeit mit dem Projektteam von Arthur Schnitzler digital: Dr. Olivia Varwig präsentiert praxisnah das Transkriptionswerkzeug Transcribo.

Mit dem vom Trier Center for Digital Humanities entwickelten Werkzeug Transcribo können Sie produktiv und zeitsparend Texte transkribieren und dabei so intuitiv vorgehen, wie Sie es von der manuellen Transkription her gewöhnt sind. Dieses Werkzeug bietet Ihnen alle für die differenzierte Texterfassung notwendigen Feinheiten und unterstützt Sie zugleich leistungsstark und doch leicht verständlich bei Ihrer Arbeit.

In einer ersten Sektion des Workshops werden alle Grundfunktionen der Software anhand von Anwendungsbeispielen aus der Arthur Schnitzler-Edition vorgestellt und diskutiert. Anschließend sollen die Teilnehmenden unter Anleitung selbständig einzelne Beispielseiten transkribieren.

Dr. Olivia Varwig ist wissenschaftliche Mitarbeiterin im Projekt Arthur Schnitzler digital. Digitale historisch-kritische Edition (Werke 1905 bis 1931).

Die Zielgruppen des Workshops sind: Mitarbeiter:innen und interessierte Wissenschaftler:innen der Universität Trier sowie von anderen Universitäten aber auch Master-Studierende des Studiengangs Digital Humanities der Universität Trier.

Voraussetzungen zur Teilnahme: ein funktionsbereiter Laptop/PC mit möglichst großem Bildschirm sowie angeschlossener Maus (kein Touchpad) pro Person (vorzugsweise mit Windows-Betriebssystem), vorinstallierte Transcribo-Software.

 

Termindetails:

Datum: 12.10.2022

Ort: Universität Trier, Raum C 502

Zeit: 9:00 - 18:00 Uhr

 


Ambiguitäten in der genetischen Edition – Probleme und ihre (philologische und technische) Lösung in ‚Arthur Schnitzler digital‘

Vortrag von Prof. Dr. Wolfgang Lukas

Paderborn, 25.–28. September 2022

DGV-Kongress Mehrdeutigkeiten in den Digital Humanities

 


2021

Arthur Schnitzler digital: Text – Genese – Kommentar

Online-Vortrag von Dr. Thomas Burch/Prof. Dr. Wolfgang Lukas/Prof. Dr. Michael Scheffel/Dr. Olivia Varwig

Wuppertal, 13. Juli 2021

2021-07-13 IZED Vortrag Plakat.pdf

Reihe: Wuppertaler Editionsprojekte stellen sich vor - Vorträge des IZED im Sommersemester 2021
https://germanistik.uni-wuppertal.de/de/ueber-uns/aktuelles/ansicht/wuppertaler-editionsprojekte-stellen-sich-vor-vortraege-des-ized-im-sommersemester/

 


Wege zu einer genetischen Narratologie oder: Von der Geburt und dem Abenteuer der Geschichten am Beispiel von Werkgenesen des Autors Arthur Schnitzler

Aufsatz von Prof. Dr. Michael Scheffel

Erschienen in: DIEGESIS. Interdisziplinäres E-Journal für Erzählforschung / Interdisciplinary E-Journal for Narrative Research 10.1 (2021), S. 49–72 (online abrufbar unter https://www.diegesis.uni-wuppertal.de/index.php/diegesis/article/view/424).



2020

Onlinegang der digitalen Edition von Komödie der Verführung in der Version Beta 2.1

29. September 2020

Am 29.9.2020 ist die historisch-kritische Edition des erstmals 1924 im S. Fischer Verlag publizierten und am 11.10.1924 am Burgtheater in Wien (unter der Regie von Hans Brahm) uraufgeführten Schauspiels Komödie der Verführung online gegangen.
Um keines seiner Werke hat Arthur Schnitzler so lange und so sehr gerungen wie um dieses Drama, dessen Handlung in der letzten Fassung unmittelbar vor und nach Ausbruch des Ersten Weltkriegs angesiedelt ist. Die Rekonstruktion und Dokumentation seiner sich über 35 Jahre erstreckenden Entstehungsgeschichte ist von besonderem Interesse, stellt aber auch eine große Herausforderung dar. Die jetzt in einer Beta-Version vorgelegte digitale Ausgabe bietet neben einem zitierfähigen, um eindeutige Textfehler bereinigten Lesetext die historisch-kritische Erstedition des gesamten überlieferten, aus Notizen, Skizzen, Werkniederschriften und Druckfahnen bestehenden Nachlassmaterials zu dem aus der Idee zu einer Rahmennovelle hervorgegangenen dreiaktigen Drama (einschließlich erläuternder Beitexte zu Textgenese, Entstehungs- und Überlieferungsgeschichte aller edierten, rund zweitausend Blatt umfassenden Dokumente).

Die jetzt neu publizierte Version Beta 2.1 der digitalen Gesamtedition enthält darüber hinaus einige Überarbeitungen und Neuerungen, die den Zugang zu allen bislang im Rahmen von Arthur Schnitzler digital editierten Werken betreffen (d.h. Fräulein Else, Marionetten und Doktor Gräsler, Badearzt). Neben anderen Funktionalitäten wurde so z.B. eine neuen Übersicht der Textträger ('Treemap') implementiert sowie die interaktive 'Chronologie' optimiert, die alle zu dem jeweils ausgewählten Werk gehörenden Dokumente entsprechend ihren Entstehungsdaten sortiert auf einem Zeitstrahl präsentiert.

 


2019

Onlinegang der digitalen Edition in der Version Beta 2.0

18. April 2019

Am 18.4.2019 ist mit der 'Chronologie' ein neues Webmodul online gegangen. Es handelt sich hierbei um eine interaktive Ansicht, die alle zu dem jeweils ausgewählten Werk gehörigen Dokumente entsprechend ihren Entstehungsdaten sortiert auf einem Zeitstrahl anordnet, so dass die Entstehung eines Werks auch visuell nachvollziehbar wird. Diese Rekonstruktion wird durch zugehörige entstehungsgeschichtliche Daten und Kommentare (Zitate aus Tagebüchern oder Briefen) belegt und illustriert.

Die 'Chronologie' ist nun verfügbar für alle bislang von Arthur Schnitzler digital edierten Werke, d.h.:

 


Onlinegang der digitalen Edition von Doktor Gräsler, Badearzt

18. April 2019

Am 18.4.2019 ist mit Doktor Gräsler, Badearzt das zweite an der Bergischen Universität Wuppertal in Kooperation mit dem Trier Center for Digital Humanities erarbeitete Spätwerk von Arthur Schnitzler online gegangen. Die veröffentlichten Bereiche umfassen derzeit

 


Schnitzler Digital Edition Launch and Production of The Great Wurstel.

25 April 2019, 15.30-17.45 and 18.00-19.00, Cambridge University Library

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15.30-17.45 Presentation of the edition, its methods and resources, followed by a reception. Book here.

18.00-19.00 Production of Arthur Schnitzler’s scandalous comedy 'The Great Wurstel’. Booking required.

Arthur Schnitzler’s scandalous comedy The Great Wurstel explores the dynamic between humans and puppets, surrender and manipulation, which remains highly topical in a world increasingly ruled by machines. Performed by humans and para-human figures, the seductive charms of Schnitzler’s theatrical parody extend to the members of the audience, who will have to decide if they are indeed human or a puppet. Schnitzler’s physical theatre will be presented in close proximity to his manuscripts, held at Cambridge University Library, as the Rare Books Reading Room is transformed into the rumbustious Viennese Prater amusement park.

 


Schnitzler's Poetics of Embodiment, Special Session at the Modern Language Association Convention.

3-6 January 2019, Chicago

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Presentations: Judith Beniston: Bodies and Power in Schnitzler’s Professor Bernhardi’; Annja Neumann: Embodying and Entangling the Audience through Para-human Figures in Schnitzler’s Marionetten (1906)’; Presider: Imke Meyer (The University of Illinois at Chicago)

As a writer who was also a qualified doctor, Arthur Schnitzler (1862-1931) is well known for his analytical dissections of the individual psyche and of the ‘corpse’ of the Habsburg Monarchy (Le Rider); but little attention has been paid to the corporeal in Schnitzler’s work and to how the metaphorical Habsburg body finds its expression in his representation of human physicality. Schnitzler’s characters often seem trapped in their own embodiment of social roles and as such are subjected to the demands of institutional power. However, the body, particularly the nervous, ailing or dying one, also creates moments of disruption in which the fragility of institutional power may appear. The papers in this panel seek to explore how the body emerges in Schnitzler’s writings as a site of struggle between individual subjectivity and sovereign power. 

 


2018

Stadtgespräch: Arthur Schnitzlers Novelle Fräulein Else und ihre digitale historisch-kritische Edition.

22. November 2018, 19:30 Uhr im Theater am Engelsgarten in Wuppertal


Conference: 'Placing Schnitzler'

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19-21 September 2018, University of London, Institute of Modern Languages Research, London

Organised by Andrew Webber and Judith Beniston in collaboration with the Ingeborg Bachmann Centre for Austrian Literature and Culture.

For further details and the programme please see Institute of Modern Languages Research webpage.

 


Marionetten join Fräulein Else online

7 September 2018

The first module of the digital edition of Schnitzler's cycle of puppet plays, Marionetten, which is edited by the UK team in collaboration with project partners at the Trier Centre of Digital Humanities was released in its beta version on 7 September 2018. Annja Neumann is lead editor of the three one-act dramas, Der Puppenspieler (The Puppeteer), Der tapfere Cassian (The Galant Cassian) and Zum großen Wurstel (The Grand Guignol). The published edition currently includes:

See here for further information about the first releases on Arthur Schnitzler digital.

 


Onlinegang der digitalen Edition von Fräulein Else

7. August 2018

Am 07.08.2018 ist mit Fräulein Else das erste an der Bergischen Universität Wuppertal in Kooperation mit dem Trier Center for Digital Humanities erarbeitete Spätwerk von Arthur Schnitzler als Beta-Version 1.0 online gegangen. Die veröffentlichten Bereiche umfassen derzeit

 


Public Workshop: Adapting Schnitzler

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23 May 2018, 11am-5pm, Room 243, Austrian Cultural Forum London

Adapting Schnitzler: A Theatre and Translation Workshop (organised by Judith Beniston and other members of the project team). For further details and free tickets please see Austrian Cultural Forum website.

 


Sylvia Naish Lecture by Project PhD student Francesca Roe

12 April 2018, 6-7.30pm, Room 243, Senate House, Institute of Modern Language Research, London

Presentation: "'Von satanischem Geschlecht': Gender and the Simulacrum at the Fin de Siècle" (Francesca Roe | University of Bristol). For further details please see IMLR website.

 


Annual Meeting of the Group for Literary Archives and Manuscripts: Archives in Translation

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22 March 2018, 12-3.45pm, Cambridge University Library

Presentation: "Staging the Archive: Text-genetic digital editing of Arthur Schnitzler's middle period works" (Annja Neumann & Andrew Webber). For further details please see GLAM website.

 


2017

Umfangreiche Erweiterung der Website www.arthur-schnitzler.de

21. Oktober 2017

Anlässlich Arthur Schnitzlers 86. Todestag werden am 21.10.2017 neue Inhalte auf www.arthur-schnitzler.de online geschaltet. Der Bereich "Biobibliographika" wird erweitert um

 


Workshop: 'The Digital Design of Paper Technologies'

19 May 2017, 11am-3pm, History Faculty, University of Cambridge

Organised by Lukas Engelmann/ Digital History in collaboration with the Cambridge Digital Humanities Network and the Cambridge Digital Cultures Research Group.

Presentation: "Digital representation factories" (Hal Blackburn), "Schnitzler's Digital Design in The Undiscovered Country" (Annja Neumann). For further details please see Workshop webpage.

 


Symposium: 'Arthur Schnitzler und der Erste Weltkrieg'

18. Mai 2017, Bergische Universität Wuppertal

Die Fächer Geschichte und Germanistik der Bergischen Universität, vertreten durch PD Dr. Arne Karsten, Prof. Dr. Wolfgang Lukas, Prof. Dr. Andreas Meier und Prof. Dr. Michael Scheffel, veranstalteten einen Studientag zum Thema "Arthur Schnitzler und der Erste Weltkrieg". Auf dem Programm standen sechs Vorträge und eine Abendveranstaltung. Ein Resümee zu dem Symposium können Sie hier lesen.

 


Tagung: "Textgenese in der digitalen Edition"

20.-22. April 2017, Alpen-Adria Universität Klagenfurt

Veranstaltet vom Musil-Institut/Kärtner Literaturarchiv in Zusammenarbeit mit der Kommission für allgemeine Editionswissenschaft der Arbeitsgemeinschaft für germanistische Edition

Vortrag: "Archiv – Zeit – Text(syntagma). Überlegungen zur Modellierung von Textgenese im analogen vs. digitalen Medium" (Wolfgang Lukas)

 


2016

Theatre Performance of Arthur Schnitzler's Professor Bernhardi by [Foreign Affairs] will come to Cambridge

28-29 October 2016, 6pm-8.30pm, Anatomy Lecture Theatre, Downing Site, Downing Street, CB2 3DY

The performance is organised in collaboration with the Department of Physiology, Development and Neuroscience at University of Cambridge and will be part of the Festival of Ideas. A pre-show talk by clinical anatomist Dr Cecilia Brassett and literary scholar Dr Annja Neumann will set in dialogue Cambridge’s anatomy teaching programme with Schnitzler’s anatomy lesson. For further details please see Festival of Ideas website. Tickets can be booked here.

Aufführung von Arthur Schnitzlers Professor Bernhardi von der Theatergruppe [Foreign Affairs] in Cambridge

28-29. Oktober 2016, 18-20:30 Uhr (Ortszeit), Anatomy Lecture Theatre, Downing Site, Downing Street, CB2 3DY

Die Aufführung ist Teil des diesjährigen 'Festival of Ideas'. Die klinische Anatomin Cecilia Brassett und Literaturwissenschaftlerin Annja Neumann werden den Studiengang der Anatomie und Schnitzlers Anatomiestunde in Beziehung setzen und in das Stück einführen. Weitere Informationen finden sich auf der Festival of Ideas Webseite. Tickets können hier gebucht werden.

 

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DHBENELUX CONFERENCE 2016

9.-10. Juni 2016, Belval, Luxembourg

Posterpräsentation: "Inventorying, Transcribing, Collating, and Printing: Basic Components of a Virtual Platform for Scholarly Editing" (Stefan Büdenbender, Frank Queens, Martin Sievers, Joshgun Sirajzade)

http://www.dhbenelux.org/

 


A celebration of the Arthur Schnitzler Archive remaining at Cambridge University Library

4 March 2016, Manuscript Reading Room, Cambridge University Library

For more information please see Cambridge University Library's website.

Feier zu Ehren von Arthur Schnitzlers Nachlass, der in der Universitätsbibliothek in Cambridge verbleibt

4. März 2016, Manuscript Reading Room, Cambridge University Library

Weitere Informationen finden sich auf der Webseite der Cambridge University Library.

 

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Von links nach rechts: Professor Graham Virgo, Pro-Vice-Chancellor for Education, Professor für englisches Zivilrecht in
der juristischen Fakultät und Vorsitzender des Syndikats der Bibliothek, Michael Schnitzler, Enkel von Arthur Schnitzler.

 

Pictured: Professor Graham Virgo, Pro-Vice-Chancellor for Education, Professor of English Private Law in the
Faculty of Law and Chair of the Library Syndicate (left), and Michael Schnitzler, grandson of Arthur Schnitzler (right).

 


"Textrevisionen"
16. internationale Tagung der Arbeitsgemeinschaft für germanistische Edition

17.-20. Februar 2016, Karl-Franzens-Universität Graz

Vortrag: "Ansichtssache. Möglichkeiten der Darstellung und Interpretation textgenetischer Varianz am Beispiel der historisch-kritischen Edition Arthur Schnitzler digital" (Kathrin Nühlen, Jonas Wolf)

http://www.ag-edition.org/html/aktuell.html

 


'Digital Editing Now' 
International Conference, University of Cambridge

7-9 January 2016, CRASSH (SG1&2), Alison Richards Building, 7 West Road, Cambridge, CB3 9DT

For further details and registration please see: http://www.crassh.cam.ac.uk/events/26264/

A conference report is available here: http://www.crassh.cam.ac.uk/blog/post/conference-report-digital-editing-now

 

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Matt Katzenberger (on Flickr)

 


2015

Inaugural lecture by Prof Andrew J. Webber
(Auerbach Visiting Professor in winter term 2015/2016)

10 December 2015, 6pm (CET), Room 306 (Neuphilologicum), Wilhelmstraße 50, University of Tübingen

Titel: "Undiscovered Country: Travels with Schnitzler"

Antrittsvorlesung von Prof Andrew J. Webber
(Auerbach-Gaststuhlinhaber im Wintersemester 2015/2016)

10. Dezember 2015, 18 Uhr, Raum 306 (Neuphilologicum), Wilhelmstraße 50, Eberhard Karls Universität Tübingen

Titel: "Undiscovered Country: Travels with Schnitzler"

 


Transcribing Schnitzler: A Transcription Initiative

19 October - 16 November 2015

Open to the public, register here: http://schnitzlerweb.mml.cam.ac.uk

 


'Methodological Intersections' 
Trier Digital Humanities Autumn School 2015

28. September - 1. Oktober 2015, Universität Trier

Posterpräsentationen: "Arthur Schnitzler digital" (Stefan Büdenbender) und "Kollationierung" (Joshgun Sirajzade)

 


'Dying Well': Enacting Medical Ethics
Symposium

25-26 September 2015, 10am-5pm, Barts Pathology Museum, London

For further details and how to register please see: http://www.foreignaffairs.org.uk/2015/08/dying-well-enacting-medical-ethics/

A podcast and digital archive of the symposium is available here: http://backdoorbroadcasting.net/2015/09/dying-well-enacting-medical-ethics/

 


"Kommentar und Erläuterung im digitalen Kontext"
Tagung der Arbeitsgemeinschaft für germanistische Edition

24.-26. September 2015, Gleimhaus Halberstadt

Vortrag: "Was, wie und für wen kommentiert eine digitale historisch-kritische Edition? Überlegungen am Beispiel von Arthur Schnitzlers Fräulein Else" (Michael Scheffel)

 


Theatre Performance of Arthur Schnitzler's Professor Bernhardi by [Foreign Affairs]

23-25 September 2015, 6pm, Barts Pathology Museum, London

For further details and how to book tickets please see: http://www.foreignaffairs.org.uk/productions/professor-bernhardi/

Theateraufführung von Arthur Schnitzlers Professor Bernhardi von der Theatergruppe [Foreign Affairs]

23.-25. September 2015, 18 Uhr (Ortszeit), Barts Pathology Museum, London

Für weitere Informationen und zur Ticketbuchung besuchen Sie bitte: http://www.foreignaffairs.org.uk/productions/professor-bernhardi/

 

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News from the archive: Discovery by Team UK

Two handwritten drafts of key scene of Traumnovelle in Das weite Land discovered:

TraumLand: an Expedition in the Undiscovered Country

The Guardian reports: http://www.theguardian.com/books/2015/jun/24/alternative-ending-discovered-to-book-behind-eyes-wide-shut (26/06/2015)

 


DFG-Begehung: Graduiertenkolleg 2196 "Dokument - Text - Edition"

25. Juni 2015, 12-13 Uhr, Gästehaus der Bergischen Universität Wuppertal (Campus Freudenberg)

Infosäule (nicht-öffentliche Veranstaltung)

 


Nordrhein-Westfälische Akademie der Wissenschaften und der Künste

11. Februar 2015, Akademie der Wissenschaften und der Künste, Düsseldorf

Interne Vorstellung im Rahmen des Akademienprogramms (nicht-öffentliche Veranstaltung)

 


Crowdsourcing Workshop

20 January 2015, 11am-2pm

A digital methods workshop in collaboration with the Cambridge Digital Humanities Network (CRASSH) and a talk by Tim Causer (Transcribe Bentham, University College London)

 

20. Januar 2015, 11-14 Uhr (Ortszeit)

Workshop zu digitalen Arbeitsmethoden in Zusammenarbeit mit dem Cambridge Digital Humanities Network (CRASSH) mit einem Vortrag von Tim Causer (Transcribe Bentham, University College London)

 


2014

Fernsehbeitrag über das Projekt

17. Dezember 2014, WDR Lokalzeit Bergisches Land

Klicken Sie hier, um das Video in einem separaten Fenster zu öffnen. (Copyright:Westdeutscher Rundfunk)

 


"Editionsphilologie"

25. November 2014, Ruhr-Universität Bochum

Vortrag (08:30-10:00 Uhr) im Rahmen der Übung "Editionsphilologie", geleitet von Prof. Dr. Klaus-Peter Wegera: "Vorstellung des Projekts Arthur Schnitzler digital" (Kathrin Nühlen/Jonas Wolf)

 

25 November 2014, Ruhr-Universität Bochum

Presentation (08.30-10.00am [CEST]) in the seminar "Editionsphilologie", taught by Prof Klaus-Peter Wegera: "Presentation of the project Arthur Schnitzler digital" (Kathrin Nühlen/Jonas Wolf)

 


"Redaktionssysteme und virtuelle Forschungsumgebungen"

20.-21. Oktober 2014, Bayerische Akademie der Wissenschaften, München

Vortrag (21. Oktober 2014, 13:30 Uhr): "Arthur Schnitzler digital: Arbeitsprozesse und Werkzeuge" (Frank Queens/Vivien Friedrich)

 

20-21 October 2014, Bayerische Akademie der Wissenschaften, München

Presentation (21 October 2014, 1.30pm [CEST]): "Arthur Schnitzler digital: Arbeitsprozesse und Werkzeuge" (Frank Queens/Vivien Friedrich)

 


21. Jahrestagung der ITUG

1.-3. Oktober 2014, Amsterdam

Vortrag: "Computergestützte Kollationierung für die digitale historisch-kritische Edition der Werke Arthur Schnitzlers: Heuristiken - Algorithmen – Tools" (Joshgun Sirajzade)

http://www.itug.de/Jahrestagung2014.html

 

1-3 October 2014, Amsterdam

Presentation: "Computergestützte Kollationierung für die digitale historisch-kritische Edition der Werke Arthur Schnitzlers: Heuristiken - Algorithmen – Tools" (Joshgun Sirajzade)

http://www.itug.de/Jahrestagung2014.html

 


philtag 12

18.-19. September 2014, Würzburg

Vortrag (18. September 2014, 13:45-14:30 Uhr): "Computergestützte Kollationierung für die digitale historisch-kritische Edition der Werke Arthur Schnitzlers: Heuristiken - Algorithmen – Tools" (Joshgun Sirajzade)

http://www.germanistik.uni-wuerzburg.de/lehrstuehle/computerphilologie/aktuelles/veranstaltungen/philtag110/

 

18-19 September 2014, Würzburg

Presentation (18 September 2014, 1.45-2.30pm [CEST]): "Computergestützte Kollationierung für die digitale historisch-kritische Edition der Werke Arthur Schnitzlers: Heuristiken - Algorithmen – Tools" (Joshgun Sirajzade)

http://www.germanistik.uni-wuerzburg.de/lehrstuehle/computerphilologie/aktuelles/veranstaltungen/philtag110/

 


Tag des offenen Denkmals

14. September 2014, Nordrhein-Westfälische Akademie der Wissenschaften und der Künste, Düsseldorf

Infosäule (11:00-17:00 Uhr)

Tag des offenen Denkmals (Open Monument Day)

14 September 2014, Nordrhein-Westfälische Akademie der Wissenschaften und der Künste, Düsseldorf

Information column (11am-5pm [CEST])

 


"Digitale genetische Editionen (in der Praxis)"

4.-5. September 2014, Schweizerisches Literaturarchiv, Bern

Workshop und Vortrag (5. September 2014, 10:15-11:00 Uhr): "Arthur Schnitzler" (Wolfgang Lukas/Vivien Friedrich)

"Digitale genetische Editionen (in der Praxis)"

4-5 September 2014, Swiss Literary Archives, Bern

Workshop and Presentation (5 September 2014, 10.15-11am (CEST)): "Arthur Schnitzler" (Wolfgang Lukas/Vivien Friedrich)

 


Anniversary show by [Foreign Affairs] including a preview of Professor Bernhardi

23 August 2014, 8pm, Bethnal Green Working Men's Club, London

Bernhardi Priest Scene, Act 4

http://us2.campaign-archive1.com/?u=64fccb74a1b81afd3ff741ed2&id=37cc4a1e1c/

Jubiläumsproduktion der Theatergruppe [Foreign Affairs] mit einer Vorschau von Schnitzlers Professor Bernhardi

23. August 2014, 20 Uhr (Ortszeit), Bethnal Green Working Men's Club, London

Bernhardi-Pfarrer Szene, 4. Akt

http://us2.campaign-archive1.com/?u=64fccb74a1b81afd3ff741ed2&id=37cc4a1e1c/

 


Digital Humanities Conference 2014

8.-12. Juli 2014, Lausanne (Schweiz)

Poster-Präsentation (10. Juli, 16:00-17:00 Uhr, Amphipôle Building, UNIL): "Transcribo: A Graphical Editor for Transcribing and Annotating Textual Witnesses. Preparing a Critical Edition of Arthur Schnitzler’s Works" (Frank Queens/Vivien Friedrich)

http://dh2014.org/

 

8-12 July 2014, Lausanne (Switzerland)

Poster presentation (10 July, 4-5 pm (CEST), Amphipôle Building, UNIL): "Transcribo: A Graphical Editor for Transcribing and Annotating Textual Witnesses. Preparing a Critical Edition of Arthur Schnitzler’s Works" (Frank Queens/Vivien Friedrich)

http://dh2014.org/

 


"Verzettelt, verschoben, verworfen. Textgenese und Edition moderner Literatur"
Wissenschaftliche Fachtagung des Alfried Krupp Wissenschaftskolleg Greifswald

19.-21. Juni 2014, Greifswald

Vortrag (21. Juni, 10:00-11:00 Uhr): "Text(ge)schichten: Herausforderungen textgenetischen Edierens bei Arthur Schnitzler" (Wolfgang Lukas/Vivien Friedrich)

http://www.wiko-greifswald.de/de/veranstaltung/article/verzettelt-verschoben-verworfen-textgenese-und-edition-moderner-literatur.html

"Verzettelt, verschoben, verworfen. Textgenese und Edition moderner Literatur"
Colloquium of the Alfried Krupp Wissenschaftskolleg Greifswald

19-21 June 2014, Greifswald

Presentation: "Text(ge)schichten: Herausforderungen textgenetischen Edierens bei Arthur Schnitzler" (Wolfgang Lukas/Vivien Friedrich)

http://www.wiko-greifswald.de/de/veranstaltung/article/verzettelt-verschoben-verworfen-textgenese-und-edition-moderner-literatur.html

 


Ausstellung "Forschung in der Akademie der Wissenschaften und der Künste" der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste

4.-5. Juni 2014, Düsseldorfer Landtag

Infosäule

Exhibition "Forschung in der Akademie der Wissenschaften und der Künste" by the Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste

4-5 June 2014, state parliament in Düsseldorf

Information column

 


2013

Workshop "Kulturgutdigitalisierung"

5. Dezember 2013, Thüringer Universitäts- und Landesbibliothek, Jena

Vortrag: "Virtuelle Forschungsumgebungen/digitale Editionstechniken"

 


philtag 11

26.-27. September 2013, Würzburg

Vortrag: "Arthur Schnitzler: Digitale historisch-kritische Edition (Werke 1905–1931) – Editorische Konzepte und ihre medientechnologische (Re)Modellierung"(Vivien Friedrich/Wolfgang Lukas/Frank Queens)

 


Digital Humanities Conference 2013

15.-20. Juli 2013, Lincoln/Nebraska (U.S.A.)

Poster-Präsentation (17. Juli, 10:30-12:00 Uhr, University of Nebraska–Lincoln): "Developing a virtual research environment for scholarly editing. Arthur Schnitzler: Digitale Historisch-Kritische Edition" (Vivien Friedrich/Patrick Heck)

http://dh2013.unl.edu/abstracts/

 


2. Workshop des DFG-Projekts "Digitalisierung und elektronische Edition der Korrespondenz August Wilhelm Schlegels"

5. Juli 2013, Marburg

Vortrag: "Werkzeuge für digitale Editionen"

 


Frühjahrstagung der Arbeitsgemeinschaft der Regionalbibliotheken im deutschen Bibliotheksverband

24.-25. April 2013, Detmold

Vortrag: "Virtuelle Forschungsumgebungen für die Geisteswissenschaften – das Grabbe-Portal der Lippischen Landesbibliothek und andere modellhafte Projekte im Bereich digitaler Editionen und Wissensverbünde"

 


Kolloquium von Prof. Dr. Caroline Sporleder

13. Februar 2013, Universität Trier

Vortrag: "Arthur Schnitzler digital"

 


2012

Tagung "Textschicksale. Das Werk Arthur Schnitzlers im Spannungsfeld von Produktion Rezeption und Adaption"

1.-3. November 2012, Bergische Universität Wuppertal

Vortrag: "Die digitale Edition von 'Fräulein Else' – ein Werkstattbericht" (Vivien Friedrich/Wolfgang Lukas)

 


Symposium "Handschriften und alte Drucke"

22.-24. Oktober 2012, Heinrich-Fabri-Institut, Blaubeuren

Vortrag: "Methoden und Verfahren zur digitalen Edition von Handschriften am Beispiel der Korrespondenz August Wilhelm Schlegels" (Thomas Burch)

 


Tagung "Digitale Editionen"

28. September 2012, Greifswald

Projektvorstellung (Stefan Büdenbender/Wolfgang Lukas)

 



Zum 100. Geburtstag von Eric A. Blackall -
For the 100th Anniversary of the Birth of Eric A. Blackall

Wer sich mit Arthur Schnitzlers Nachlass beschäftigt, stößt früher oder später auf den Namen Eric A. Blackall, der damit untrennbar verbunden ist. Die Geschichte, die sich dahinter verbirgt, ist so ungewöhnlich wie bemerkenswert: Nachdem Schnitzler am 21. Oktober 1931 gestorben war, verblieb sein schätzungsweise mehr als 60.000 Seiten umfassender Nachlass (überwiegend bestehend aus Werkmanuskripten, Briefen, Tagebuchaufzeichnungen sowie einer umfangreichen Sammlung von Zeitungsausschnitten über Schnitzlers Werk und Person) in seinem Haus in der Sternwartestraße 71 in Wien und wurde dort von seinen Erben, seiner geschiedenen Frau Olga und seinem Sohn Heinrich, verwahrt. Mit dem ‚Anschluss‘ Österreichs an das Deutsche Reich im März 1938 begann nun auch in Wien die systematische Verfolgung der jüdischen Bevölkerung sowie die Zerstörung oder Beschlagnahmung ihrer Besitztümer, wovon auch die Familie Schnitzler betroffen war. Während sich Heinrich Schnitzler zu dieser Zeit bereits beruflich im Ausland befand und eine Rückkehr nach Wien vermied, sah sich Olga Schnitzler der greifbaren Bedrohung allein gegenüber und musste rasch handeln. Wie es kam, dass sie dabei ausgerechnet den damals erst 23 Jahre alten Briten Eric A. Blackall um Hilfe bat, ist im Einzelnen nicht überliefert.

Blackall, geboren am 19. Oktober 1914 in London, befand sich seit dem Wintersemester 1936/37 in Wien, um bei dem (später u.a. wegen seiner frühen Mitgliedschaft in der NSDAP und seinem Eintreten für den ‚Anschluss’ umstrittenen) Wiener Germanistik-Professor Josef Nadler mit einer Arbeit über Adalbert Stifter zu promovieren, den er als Forschungsgegenstand ausgewählt hatte, weil er ihn für einen unterschätzten Dichter hielt. Der junge, hochbegabte Germanist Blackall, der sein Studium an der University of Cambridge absolviert hatte, sprach Zeitgenossen zufolge zu diesem Zeitpunkt bereits exzellentes Deutsch und führte ein sozial wie kulturell aktives Leben in Wien – es ist daher zu vermuten, dass Olga Schnitzler auf diesem Wege von ihm hörte und Kontakt zu ihm aufnahm.

Eric A. Blackall muss seine Hilfe unmittelbar zugesichert haben und handelte sogleich, ohne Zeit zu verlieren. Davon ausgehend, dass Schnitzlers Nachlass in England in Sicherheit sein würde, erkundigte sich Blackall noch im März 1938 per Brief bei der Universitätsbibliothek in Cambridge, ob diese bereit wäre, den Nachlass als Schenkung zu akzeptieren, was umgehend per Telegramm bestätigt wurde. Daraufhin unterzeichnete Blackall eine „Erklärung über die Erwerbung des schriftlichen Nachlasses von Arthur Schnitzler durch die Universitätsbibliothek Cambridge“ (dieses Dokument befindet sich heute im DLA Marbach). Diese wurde vom britischen Konsul in Wien beglaubigt, der sogleich die Versiegelung von Schnitzlers Arbeitsraum veranlasste, in dem sich der Nachlass befand. Das Haus stand zu diesem Zeitpunkt bereits unter Beobachtung und wurde von der Gestapo aufgesucht, jedoch nicht betreten. Olga Schnitzler verließ daraufhin das Land, was nur deshalb möglich wurde, weil Blackall einen Gestapo-Angehörigen bestach. Erst als sie in Sicherheit war, kümmerte er sich um die Verpackung und Verschiffung des Nachlasses, der am 23. Mai 1938 in England eintraf. Bald darauf absolvierte Blackall sein Rigorosum, für das er in der Zwischenzeit in Schnitzlers Bibliothek gelernt hatte, und verließ Wien noch am selben Tag. Schnitzlers Nachlass hat den 2. Weltkrieg sicher in Cambridge überstanden und befindet sich zum größten Teil noch heute dort.

Eric A. Blackall arbeitete zunächst bis 1939 als Lektor für englische Sprache an der Universität Basel, kehrte dann als Lecturer in German an die University of Cambridge zurück, bevor er 1958 in die USA übersiedelte und dort bis zu seinem Ruhestand als Professor of German Literature an der Cornell University in Ithaca (New York) tätig war, wo er am 16. November 1989 verstarb. Sein Forschungsinteresse galt zeitlebens der deutschen Literatur des 18. und frühen 19. Jahrhunderts, insbesondere der „Entwicklung des Deutschen zur Literatursprache (1770-1775)“ (veröffentlicht 1959), so der Titel seiner zweiten eigenständigen Publikation nach seiner Dissertation über „Adalbert Stifters Persönlichkeitsideal“ (veröffentlicht als „Adalbert Stifter. A critical study“ im Jahr 1948). So kam es, dass Blackall – obgleich direkt an der Quelle eines außerordentlich reichhaltigen und spannenden Nachlasses eines der bedeutendsten Autoren der Klassischen Moderne – nie über Schnitzler forschte, wenngleich er der Familie Schnitzler auch in den Jahren nach der Nachlassrettung freundschaftlich verbunden blieb und es sicherlich zahlreiche Gelegenheiten zur Mitarbeit an Editionen oder Ähnlichem gegeben hätte. Auch hat er selbst nie in schriftlicher Form über die Nachlassrettung Auskunft gegeben und es offenbar auch in persönlichen Begegnungen vermieden, von selbst die Sprache darauf zu bringen. Bescheidenheit und der begreifliche Wunsch, vor allem für seine literaturwissenschaftliche Arbeit wahrgenommen und wertgeschätzt zu werden, dürften nach Aussage von Wegbegleitern gleichermaßen der Grund für seine Zurückhaltung gewesen sein. Aus heutiger Sicht ist das sicherlich schade, nur allzu gerne wüsste man mehr Einzelheiten aus erster Hand über dieses gefährliche Unterfangen. Andererseits hat die Vorstellung von einem jungen Gelehrten, der ohne zu zögern ein hohes persönliches Risiko eingeht, um sich für das Überleben von Menschen und die Erhaltung eines bedeutenden Kulturschatzes einzusetzen, ohne daraus auch nur den geringsten persönlichen Nutzen für sich selbst ziehen zu wollen, etwas bestechend Sympathisches. Dass dieser Eindruck nicht täuscht, bestätigen einmal mehr die, die ihn kannten. Nicht zuletzt für dieses herausragende und selbstlose Engagement wurde Eric A. Blackall zurecht 1973 mit dem Österreichischen Ehrenkreuz 1. Klasse für Wissenschaft und Kunst sowie 1985 mit dem Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. Die Schnitzler-Forschung und allemal dieses Projekt sind ihm zu großem Dank verpflichtet. Vivien Friedrich

 

Mit besonderem Dank an Professor Jean Frantz Blackall und Prof. Dr. Hartmut Steinecke für ihre persönlichen Erinnerungen an Eric A. Blackall und die Umstände der Nachlassrettung, die sie mir freundlicherweise mitgeteilt haben.

 

Anybody dealing with the literary estate of Arthur Schnitzler will sooner or later come across the name Eric A. Blackall, which is inextricably bound up with it. The story that lies behind this is as unusual as it is intriguing. After Schnitzler’s death on 21 October 1931, his literary estate – estimated to extend to over 60,000 pages, and consisting for the most part of literary manuscripts, letters, diary notes and a considerable collection of newspaper cuttings regarding Schnitzler and his works – remained in his house at 71 Sternwartestrasse in Vienna, in the care of his divorced wife Olga and son Heinrich. With the incorporation of Austria into the German Reich through theAnschluss in March 1938, the systematic persecution of the Jewish population and the destruction or confiscation of their property was extended to Vienna, and the Schnitzler family also felt the effects of this. Heinrich Schnitzler was already abroad on business at this time and avoided returning to Vienna, and Olga Schnitzler found herself alone in the face of the palpable threat, with a need to act swiftly. How she came to turn for help to the then just 23-year-old Briton Eric A. Blackall remains something of a mystery.

Blackall, who was born in London on 19 October 1914, had been in Vienna since the winter term of 1936-7, in order to work for his doctorate with the Viennese Professor of German, Josef Nadler (later a controversial figure owing to his membership of the NSDAP and his support of the Anschluss). Blackall’s subject – Adalbert Stifter – was chosen because he felt the writer had been under-estimated. The highly talented young German scholar, who had completed his undergraduate studies at the University of Cambridge, by all accounts already had an excellent command of German at that point und enjoyed a socially and culturally active existence in Vienna. It seems likely that it was this that led Olga Schnitzler to learn of him and enter into contact.

Eric A. Blackall must have offered his help immediately, and he wasted no time in taking action. On the assumption that Schnitzler’s literary estate would be safe in England, he sent a letter to Cambridge University Library in March 1938, enquiring whether it would be prepared to accept the papers as a gift, and received prompt confirmation by telegram. Blackall then signed a ‘declaration of the acquisition of the written estate of Arthur Schnitzler by Cambridge University Library’ (this document is today held by the German Literary Archive in Marbach). The declaration was certified by the British Consul in Vienna, who immediately had Schnitzler’s study, where the papers were located, put under diplomatic seal. The house was already under surveillance at this point, and the Gestapo paid a visit, but did not enter. Olga Schnitzler subsequently left the country, which was only possible because Blackall bribed a member of the Gestapo into overlooking the ‘J’ in her passport. He waited until she was in safety before devoting himself to packing and shipping the papers, which reached England on 23 May 1938. Shortly afterwards, Blackall passed his viva, for which he had in the meantime prepared in Schnitzler’s library, and left Vienna on the same day. Schnitzler’s papers survived the Second World War unscathed in Cambridge, where the larger part of them has remained until today.

Eric A. Blackalll first worked until 1939 as a Lector in English at the University of Basel, then returned to Cambridge as a Lecturer in German, before emigrating to the USA in 1958. He worked until his retirement as Professor of German Literature at Cornell in Ithaca NY, where he died on 16 November 1989. His abiding research interest was the German literature of the 18th and early 19th centuries, in particular the ‘Emergence of German as a Literary Language (1770-1775)’, thus the title of his second monograph, published in 1959, following his dissertation on ‘Adalbert Stifters Persönlichkeitsideal’ (‘Adalbert Stifter’s Ideal of Personality’, published as Adalbert Stifter: A Critical Study in 1948). Thus it was that Blackall – in spite of being so close to the source of the remarkably rich and exciting literary estate of one of the most significant writers of Classic Modernism – never undertook research on Schnitzler, even as he remained friends with the Schnitzler family during the years after the rescuing of the papers and would doubtless have had many opportunities to participate in editions or similar projects. Neither did he ever give a written account of the saving of the papers, or broach the matter in his personal encounters. According to those who were close to him, modesty and the understandable wish to be recognised and appreciated above all for his literary critical work are the reasons for this reserve. From our perspective today, it is of course a shame that we do not have a firsthand account of the dangerous undertaking. However, there is something touchingly sympathetic in the idea of a young scholar who did not hestitate to take great risk upon himself in acting to ensure the survival of individuals and the preservation of a cultural treasure, without seeking to gain the least personal benefit. The authencity of this impression is once again confirmed by those who knew him. It was not least for this outstanding and unselfish engagement that Eric A. Blackall was the deserving recipient in 1973 of the Austrian Cross of Honour for Science and Art, First Class, and in 1985 of the Cross of Merit, First Class, of the Order of Merit of the Federal Republic of Germany. Schnitzler scholars, and not least those working on this project, are greatly in his debt.

Vivien Friedrich / Translation: Andrew Webber

With special thanks to Professor Jean Frantz Blackall and Professor Hartmut Steinecke for sharing with me their personal memories of Eric A. Blackall and concerning the circumstances of the rescue of the papers.

 

Weitere Quellen - Further Sources:

Abrams, Meyer H.: Eric Albert Blackall (October 19, 1914-November 16, 1989). In: Proceedings of the American Philosophical Society 135, No. 2 (1991), S. 299-306.

Bellettini, Lorenzo/ Staufenbiel, Christian: The Schnitzler Nachlass. Saved by a Cambridge Student. In: Bellettini, Lorenzo/ Hutchinson, Peter (Hg.): Schnitzler's hidden manuscripts. Oxford u.a. 2010, S. 11-22.

Deinert, Herbert/ Flood, John L.: Blackall, Eric A. In: Internationales Germanistenlexikon 1800-1950. Band 1 (A-G) hg. von Christoph König. Berlin u.a. 2003, S. 196-197.

Müller, Jutta/ Neumann, Gerhard: Gestalt und Geschichte des Nachlasses. Einleitende Bemerkungen. In: Dies. (Hg.): Der Nachlass Arthur Schnitzlers. Verzeichnis des im Schnitzler-Archiv der Universität Freiburg i. Br. befindlichen Materials. Mit einem Vorwort von Gerhart Baumann und einem Anhang von Heinrich Schnitzler: Verzeichnis des in Wien vorhandenen Nachlaßmaterials. München 1969.

Schinnerer, Otto P.: Arthur Schnitzler’s “Nachlasz”; In: The Germanic Review. Vol. VIII (1933), S. 114-123.

Schnitzler, Heinrich: Der Nachlass meines Vaters; In: Aufbau (New York), 9.11.1951, S. 9-10.

Ders.: “Ich bin kein Dichter, ich bin Naturforscher”. Der Nachlaß meines Vaters. Die neue Zeitung (München), Nr. 247, 20./21.10.1951, S. 9-10.

Nach Publikation erschienen: Hemecker, Wilhelm/ Österle, David: '... so grundfalsch war alles Weitere.' Zur Geschichte des Nachlasses von Arthur Schnitzler. In: Barner, Wilfried (u.a.): Jahrbuch der Deutschen Schillergesellschaft. Internationales Organ für Neuere Deutsche Literatur. 58. Jg. 2014, S. 3-40.


TraumLand: an Expedition in the Undiscovered Country

Two archival discoveries of Traumnovelle in the play Das weite Land

 

By Marie Kolkenbrock, Annja Neumann and Andrew Webber

This archival find involves two works that are familiar to English-speaking audiences through stage and film versions: the play Das weite Land (1911), adapted by Tom Stoppard as Undiscovered Country (1980) and the prose piece Traumnovelle (1926), which was the basis for Stanley Kubrick’s last film, Eyes Wide Shut (1999). It was known that the plans for Traumnovelle (usually translated as Dream Story) go back to 1907. But the work being conducted by the team of scholars producing a digital critical edition of works from Schnitzler’s middle period has now revealed for the first time that the central scenario of the story was developed extensively in 1908 within the framework of Schnitzler’s drafts for Das weite Land. What the works have in common is a key theme of Schnitzler’s writing more generally, that of sexual fidelity and infidelity in marriage and other relationships. This took its classic form in the early drama, Reigen (Round Dance/La Ronde) and was replayed in many of his most important works. While Das weite Land explores this theme through the framework of a social drama in the style of Ibsen, Traumnovelle, as the title suggests, operates in uncertain territory between the waking life of social reality and the domain of dream and fantasy. A focal scene of Traumnovelle, and also of its film version in Eyes Wide Shut, is an orgiastic masked ball, where the male protagonist – a doctor – is introduced to the cult-like activities of a mysterious secret society. His adventures then form part of the confession he makes to his wife when he returns to the marital bed, and this unmasking at the end of the narrative appears to restore them to conjugal life. The doctor’s confession is the counterpart to his wife’s revelations earlier in the text of sexual temptations and fantasies. Das weite Land is much less explicit about the sexual adventures and misadventures of its characters, with much of the libidinal charge of the text projected onto the symbolism of climbing and falling. However, in the draft version, Dr Aigner, a promiscuous director of a hotel in the Dolomites (the scene for Act 3), who is said to have fathered children in every Tyrolean village, narrates a story that will become the central scenario of Traumnovelle.

The scenario appears in the drafts in two versions. The first one, which is just about three manuscript pages long, gives a quite condensed rendering of the story, whereas the longer second one fleshes out the plot in more detail.

In both versions, the story serves as an illustration for a discussion about love and (in)fidelity, which would later be reduced to a rather abstract contemplation on the ambivalent human condition in the published version. In this way, Aigner’s experience can be understood as yet another example for the leitmotif of the play: "Die Seele ist ein weites Land" – "The soul is a wide domain" – or “undiscovered country”. Aigner, like his counterpart, the doctor in Traumnovelle, has a nocturnal encounter with a former fellow student with the idiomatic name ‘Nachtigall’ (Nightingale), a piano player, who leads him to the ball, where he, too, has a seductive encounter with a stranger. However, the setting for this analogue episode is of a more extreme quality, featuring the two arguably most prominent motifs in Schnitzler’s work: love and death. Aigner sets out on his nocturnal adventure in the belief that his apparently terminally ill wife will not survive the night, which renders the ethical evaluation of the topic of infidelity more dramatic and ambiguous. Moreover, what puts the story in an entirely new light, is the more radical ending: unlike marital partners in Traumnovelle, Aigner and his wife are not able to integrate this experience into their relationship. While in the longer version the moment of mutual understanding and acceptance, which made Traumnovelle such an exceptional piece in Schnitzler’s oeuvre, is still palpable, the shorter version does not leave any room for reconciliation, as the wife throws her husband out. In other words, Kubrick’s already quite ambivalent happy end would have turned out differently, had he been inspired by this draft version: Nicole Kidmann would have made another kind of suggestion altogether to Tom Cruise.